Medienpädagogik im Bonny 5 – was heißt das eigentlich?
Unsere medienpädagogische Arbeit zeichnet sich durch ein breites Spektrum an kreativen, lebensweltbezogenen und partizipativen Angeboten aus. In unterschiedlichen Formaten schaffen wir Räume zum Ausprobieren, Lernen und Mitgestalten. Auf spielerische und niederschwellige Art und Weise stellen wir so Kreativität, digitale Kompetenzen und kritisches Medienhandeln in den Mittelpunkt.
Ein Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf kreativen Medienangeboten, bei denen eigene Ideen praktisch umgesetzt wurden. Ob beim Entwickeln eigener Spiele, bei Papercraft- und PixelArt-Projekten, beim Gestalten von LED-Karten oder in Fotoprojekten – die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, digitale und analoge Gestaltungstechniken kennenzulernen und ihre Medienkompetenz spielerisch zu erweitern. Ergänzt wurden diese Angebote durch fortlaufende Gaming- Formate wie die Spieletestergruppen und Mario-Kart-Turniere, die gemeinsames Spielen, Fairness und Austausch fördern.
Eine Fotochallenge zum Thema „Orte der Hoffnung“ verband die Bereiche Seelsorgliche Begleitung und Medienpädagogik miteinander. Ausgestattet mit einer Spiegelreflexkamera gingen wir gemeinsam mit den Teilnehmenden auf die Suche nach dem Ort, der Kraft gibt und guttut. Die so entstandenen Bilder wurden prämiert und sind in einem unserer Konferenzräume ausgestellt.
Im Rahmen der Meet and Code Initiative entstand das Projekt „Werdet zu Spielemachern“, in dem die Teilnehmenden erste Erfahrungen in den Bereichen Spieleentwicklung, Game-Design und Projektarbeit sammeln konnten. Als Teams wurden mit der Nintendo Switch Welten aus selbst erdachten und erstellten Jump and Run Leveln gebaut, die am Projekttag vorgestellt und ausprobiert werden konnten.
Ein weiterer fester Bestandteil war wieder die redaktionelle Medienarbeit. Mit der Bonny Zeitung arbeiteten Kinder und Jugendliche in einem festen Redaktionsteam an der Planung, Umsetzung und Gestaltung eigener Zeitungsartikel. Von der Ideenfindung über das Layout bis hin zum Druck und zur Veröffentlichung erhielten sie Einblicke in journalistische Arbeitsweisen und stärkten ihre Ausdrucksfähigkeit.
Im Projekt ‚Level dich up – für mehr Sicherheit im Netz!‘ wurden vielfältige niederschwellige medienpädagogische Angebote entwickelt und erprobt, um Kinder, Jugendliche und Eltern für Risiken und Gefahren im digitalen Raum zu sensibilisieren und ihre Handlungskompetenzen zu stärken. In altersgerechten Formaten wie Gruppenrunden, kreativen Workshops, Spiel- und Quizangeboten, Fotoprojekten sowie interaktiven Rallyes setzten sich die Teilnehmenden mit Themen wie Datenschutz, sicherer Online-Kommunikation, Fake News, Bildrechte, digitale Spielewelten und digitales Wohlbefinden auseinander. Ergänzend richteten sich Workshops und Austauschformate an Eltern und junge Erwachsene, um Medienerziehung, Konsumkompetenz und einen reflektierten Umgang mit digitalen Medien auch im familiären und alltäglichen Kontext zu unterstützen.